Instant Read (Deutsch: “Sofortanzeige”)

Die Reaktion am E-Meter*, die unmittelbar am Ende des vom Auditor ausgesprochenen Hauptgedankens auftritt.
 
Der Auditor ist grundlegend auf der Suche nach schmerzlichen Geschehnissen,  von denen jedes für sich als individuelle
Ladung* im Reaktiven Verstand* gespeichert ist. Solche Geschehnisse sind dem Bewusstsein willentlich nicht zugänglich, sondern müssen einzeln durch das E-Meter aufgespürt werden. In der Praxis geschieht dies z.B. dadurch, dass der Auditor mittels einer speziellen Kommunikationstechnik Fragen stellt, die an verdrängte Traumata* rühren. 

Der Reaktive Verstand besteht per Definition aus:

  • Unbekanntsein
  • Zeitlosigkeit
  • Überleben

Zeitlosigkeit bedeutet, dass die gespeicherten Geschehnisse durch den Faktor Zeit keine Unterscheidung in ihrer Bedeutsamkeit erfahren. Alles ist gleich wichtig, gleichgültig wann es aufgezeichnet wurde. So setzt der Anblick eines bissigen Hundes möglicherweise sämtliche Alarmglocken in Gang, auch wenn die Person unter Umständen bereits vor Jahrzehnten von einem solchen Tier verletzt wurde.

Nicht vorhandene Prioritäten sind also der Grund, warum im Reaktiven Verstand gespeicherte Geschehnisse ohne jede Verzögerung am E-Meter reagieren. Da jeder Sachverhalt gleichermaßen “gefährlich” ist, muss nicht erst lange differenziert und abgewogen werden. Der Reaktive Verstand, der nach seinem eigenen Konzept das Überleben sicherstellen soll, kann sich Zeit also gar nicht leisten.

Wegen dieser Mechanismen ist die Sofortanzeige für den Auditor ein sicheres Indiz, auf eine Ladung des Reaktiven Verstands getroffen zu sein, die unmittelbar mit dem zu tun hat, was soeben gefragt oder gesagt wurde. Sofortanzeigen sind daher gültige Anzeigen. Jede verzögert auftretende Nadelreaktion ist auch nach wenigen Millisekunden bereits das Ergebnis einer abschweifenden Aufmerksamkeit, die im Labyrinth der Ladungen etwas anderes kontaktiert hat. Es wäre ein grober Fehler, verzögerte Anzeigen als gültig anzusehen und aufzugreifen.

Auditoren müssen gut darin trainiert sein, eine sofort anzeigende Nadel von einer unterscheiden zu können, die das verzögert tut. Auch ist es aus diesem Grunde sehr wichtig, dass es keine elektrischen und/oder mechanischen Gründe gibt, die die Nadel eines E-Meters daran hindern, verzögerungsfrei zu reagieren. Langsame AD-Wandler* oder träge Nadelwerke sind für diesen Zweck deshalb nicht geeignet.

Ebenso sträflich wäre es, Themen oder Fragen im Auditing zu erörtern, die gar keine Anzeige ergeben haben. Die Aufgabe des Auditors besteht einzig darin, Ladung zu entfernen. Dort, wo nichts anzeigt, ist (jetzt) keine Ladung vorhanden. Der Auditor ist in diesem Fall gehalten, gemäß der ”Anerkennung der Richtigkeit eines Wesens” (HCOB 25.5.71 R VIII) zu verfahren und sich einer anderen Sache zuzuwenden.

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